Die Fischerei
Die reichen Fischbänke vor der besetzten Westsahara erlauben es Marokko, tausende von Siedlern in das von ihm besetzte Nachbarland anzusiedeln.
Veröffentlicht: 16.06 - 2010 14:45Druckversion    
Nur wenige Saharauis sind ursprünglich Fischer von Beruf.

Die ungefähr hundert- bis zweihunderttausend Menschen, die in der Fischereiindustrie der Westsahara eine Arbeit finden, sind in der Mehrzahl marokkanische Einwanderer, die seit der Besetzung in das Gebiet im Süden umgesiedelt worden sind.

tn_paula_og_hannes_fishmeal_610.jpgDiese Entwicklung beeinflusst die demographische Situation im Gebiet der Westsahara maßgeblich, was sich wiederum erschwerend auf die Lösung des Konflikts auswirkt.

Das Schwerpunktgebiet der marokkanischen Fischindustrie liegt heute in der Westsahara. Die Küstenstädte Dakhla und El Aaiun haben sich zu den wichtigsten Fischereihäfen für die marokkanische Fischindustrie entwickelt.

Zusätzlich zur eigenen, vergleichsweise bescheidenen Fischereitätigkeit verkauft Marokko Fischfanglizenzen an ausländische Staaten.

Die zwei wichtigsten ausländischen Akteure in den Küstengewässern vor der besetzten Westsahara sind gegenwärtig die EU-Staaten und Russland.

    


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Marokko hält den größten Teil seines Nachbarlandes, der Westsahara, besetzt. Jede Geschäftsbeziehung mit marokkanischen Firmen oder Verwaltungen in den besetzen Gebieten verleiht dieser Besetzung ein Stück politische Legitimität. Sie schafft Arbeitsplätze für marokkanische Siedler und verschafft der marokkanischen Regierung Einnahmen. Western Sahara Resource Watch fordert alle ausländischen Firmen auf, die Westsahara zu verlassen, bis eine Lösung dieses Konfliktes herbeigeführt worden ist.
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