Deutscher Frachter mit unethischer Ladung unterwegs nach Neuseeland
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Der Frachter "Vega Taurus" ist unterwegs und wird nächste Woche in Northport, einem bedeutenden Hafen auf der Nordinsel Neuseelands, einlaufen.  Seine Ladung: Phosphat aus der besetzten Westsahara.
Veröffentlicht: 13.05 - 2011 16:37Druckversion    
Einmal mehr ist ein Frachtschiff mit „unethischem“ Phosphat unterwegs von der Westsahara in Richtung Neuseeland. Für den Handel mit der Ware zeichnen neuseeländisch Düngemittelproduzenten. Sie bezahlen der marokkanischen Regierung für Rohstoffe, die das staatliche marokkanische Unternehmen OCP (Office Chérifien des Phosphates) in einem Territorium ausbeutete, das Marokko illegal besetzt hält.

Die Westsahara wird seit 1975 von Marokko besetzt. Die Vereinten Nationen haben hierzu eindeutig festgestellt, dass die Ausbeutung der Ressourcen dieses Gebietes nur dann zulässig wäre, wenn zuvor die betroffene Bevölkerung befragt worden wäre: Eine solche Befragung hat bis heute nicht stattgefunden.

Die neuseeländischen Unternehmen profitieren von der völkerrechtswidrigen Besetzung dieses Gebietes und verstossen somit gegen das Internationale Recht. Neben den Importfirmen tragen auch die Reedereien die volle Verantwortung für diesen Bruch des Völkerrechts und die Störung des Friedens in der Region.

Das Frachtschiff Vega Taurus (IMO-Nummer 9495731), das in Liberia ausgeflaggt ist, wird von der Hamburger Vega Reederei geführt und soll am 18. Mai 2011 in Neuseeland eintreffen.

Bereits vor zwei Monaten traf eine Ladung gestohlenen Phosphats in Neuseeland ein. Vom 15. bis 18. März 2011 wurde im neuseeländischen Hafen von Tauranga der Frachter "Stellar Eagle" gelöscht. "Stellar Eagle" (IMO: 9514004) wird von der chinesischen Firma Anglo Eastern Shipmanagement geführt.

    


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Marokko hält den größten Teil seines Nachbarlandes, der Westsahara, besetzt. Jede Geschäftsbeziehung mit marokkanischen Firmen oder Verwaltungen in den besetzen Gebieten verleiht dieser Besetzung ein Stück politische Legitimität. Sie schafft Arbeitsplätze für marokkanische Siedler und verschafft der marokkanischen Regierung Einnahmen. Western Sahara Resource Watch fordert alle ausländischen Firmen auf, die Westsahara zu verlassen, bis eine Lösung dieses Konfliktes herbeigeführt worden ist.
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