Der Präsident der Westsahara fordert UN-Intervention zum HALT der EU
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Die gestrigen Proteste der Sahrauis gegen die provokativen Pläne der EU, Marokko für Fischereirechte in der besetzten Westsahara zu entgelten, wurden von der marokkanischen Polizei niedergeschlagen. Der Exilpräsident bat heute den UN-Generalsekretär um Intervention vis -à-vis Marokkos bezüglich der wiederholten Angriffe gegen die friedlichen und wehrlosen sahrauischen Bürgerinnen und Bürger und gegen den gesetzeswidrigen EU-Fischerei Deal.
Veröffentlicht: 09.12 - 2013 08:06Druckversion    
Letzte Nacht demonstrierten Sahrauis in El Aaiún gegen die Absichten der EU, im Hoheitsgebiet der Westsahara zu fischen. Kein Staat anerkennt die Westsahara als Teil von Marokko, trotzdem hat die Europäische Kommission ein Fischerei-Protokoll mit Marokko ausgehandelt. Die UN-Rechtsabteilung hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass solche Tätigkeiten nicht statthaft sind, es sei denn sie erfolgen in Übereinstimmung mit den Wünschen und Interessen der Sahrauis. Dem ist aber nicht so.

Die Sahrauis protestieren schon seit langem. Gestern, intervenierte die Polizei und stoppte eine Demonstration in der Hauptstadt El Aaiun. Kundgebungen und die Vereinsbildung sind im besagten Gebiet nicht erlaubt.

"Wir wiederholen erneut unsere Forderung nach Sofortmaßnahmen - dies im Einklang mit der Verantwortlichkeit der Vereinten Nationen zur Entkolonialisierung der Westsahara - zur Gewährleistung der Sicherheit der sahrauischen Bürgerinnen und Bürger gegen die Unterdrückung der marokkanischen Besatzungstruppen. Wir fordern die Errichtung eines UN-Mechanismus im Rahmen der MINURSO zum Schutz und zur Überwachung der Menschenrechte und zur Berichterstattung der Menschenrechtssituation in der Westsahara", sagte der Präsident der Republik in seinem Brief, laut den Meldungen des sahrauischen Pressedienstes SPS von heute Sonntagnachmittag.

Der Präsident der Republik bat die Vereinten Nationen, einzugreifen und die Europäische Union anzuweisen, die berechtigten Forderungen der sahrauischen Bürgerinnen und Bürger anzuhören und auf die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem Königreich Marokko , die das Gebiet und die Hoheitsgewässer der Westsahara miteinschliesst, zu verzichten; denn „dies wäre ein krasser Angriff auf die Rechte der Sahrauis und ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht", fügte er hinzu.

Der Präsident der Republik forderte auch die Verhängung von Sanktionen und den erforderlichen Druck auf Marokko, die internationale Rechtsprechung einzuhalten und alle sahrauischen Politgefangenen in den marokkanischen Gefängnissen, einschließlich aller Verurteilten von Gdeim Izik, freizulassen. Weiter forderte er die Beseitigung der Marokkanischen Mauer, die ein Vergehen gegen die Menschlichkeit darstelle.

Die Besetzung des Gebietes wird durch den UN-Sicherheitsrat und UNO-Generalversammlung verurteilt.

    


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Marokko hält den größten Teil seines Nachbarlandes, der Westsahara, besetzt. Jede Geschäftsbeziehung mit marokkanischen Firmen oder Verwaltungen in den besetzen Gebieten verleiht dieser Besetzung ein Stück politische Legitimität. Sie schafft Arbeitsplätze für marokkanische Siedler und verschafft der marokkanischen Regierung Einnahmen. Western Sahara Resource Watch fordert alle ausländischen Firmen auf, die Westsahara zu verlassen, bis eine Lösung dieses Konfliktes herbeigeführt worden ist.
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