FRONTPAGE > News 

Demands Doehle to terminate transports

WSRW, together with Dr. Werner Ruf, professor for international relations at University of Kassel, demand that the German shipping company stops future shipments from Western Sahara.
03.07 - 2009 09:42    Printer version

1 July 2009, the letter below was sent to the German shipping company Doehle. The company last month carried out an unethical shipment of phosphates from Western Sahara to Colombia.

The letter can also be seen on the webpage of the German parliamentarian Norman Paech.


c/o Redaktionsbüro Kritische Ökologie
Malteserstr. 99k – D-12249 Berlin
01. Juli 2009
Peter Döhle Schiffahrts-KG
Elbchaussee 370
22609 Hamburg

Sehr geehrter Herr Döhle:

Wir haben gerade feststellen müssen, dass Ihr Schiff „Sagitta“ (IMO Nummer 9370109), das auf Antigua & Bermuda ausgeflaggt ist, am 20. Juni 2009 eine Ladung von 13.000t Phosphat im Hafen von Barranquilla, Kolumbien gelöscht hat. Das Phosphat stammt aus der sahrauischen Mine von BuCraa und wurde am 09. Juni im Hafen von Al-Aaiun, Westsahara aufgenommen.

In seinem ausführlichen Rechtsgutachten für den Ratsvorsitzenden des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vom 12. Februar 2002 hat der damalige Unter-Generalsekretär für Rechtswesen Hans Corell deutlich dargelegt, dass derartige wirtschaftliche Aktivitäten gegen internationales Recht verstoßen (s. www.wsrw.org/files/pdf/olaeng.pdf).

Die Westsahara befindet sich noch immer auf der Liste der „Nicht selbstständig regierten Territorien“ der Vereinten Nationen. Sie ist seit 1975 völkerrechtswidrig durch das Königreich Marokko besetzt, das die Ressourcen des Landes ausplündert.

Vor kurzem hat Forbes einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass die Profite aus dem Phosphatabbau sowohl im Königreich selber als auch in der Westsahara-Kolonie vor allem dem marokkanischen Königshaus zugute kommen (Forbes vom 17. Juni 2009: King of Rock - www.forbes.com/2009/06/17/king-morocco-phosphate-business-billionaires-royal-conflict_print.html).

Deutschland genießt noch immer hohes Ansehen in der Region und ist bereits mehrfach um Vermittlung – etwa bei der Freilassung von Kriegsgefangenen – gebeten worden. Von daher ist es aus unserer Sicht besonders schwerwiegend, wenn ein deutsches Unternehmen sich hier hemmungslos über geltendes internationales Recht hinwegsetzt.

Uns ist bekannt, dass die „Sagitta“ nicht zum ersten Mal in dieser Weise am Bruch internationalen Rechts beteiligt ist: Bereits vor mehr als einem Jahr, im März 2008, war die „Sagitta“ – damals auf Malta ausgeflaggt – auf dem Weg von Al-Aaiun, Westsahara nach Varna, Bulgarien.

Western Sahara Resource Watch (WSRW) ist ein internationaler zivilgesellschaftlicher Zusammenschluss, der den letzten Kolonialkonflikt um die Westsahara beobachtet, insbesondere die Plünderung der natürlichen Ressourcen der Kolonie, seine Beobachtungen öffentlich macht und ggf. gezielte Kampagnen durchführt, mit dem Ziel, Plünderungen der Saharakolonie zu unterbinden.

Aus den genannten Gründen fordern wir Sie auf, auf weitere Frachten aus der Kolonie zu verzichten und dies verbindlich und öffentlich zu erklären.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Werner Ruf,
Professor em. für Internationale und intergesellschaftliche Beziehungen und Außenpolitik

Axel Goldau
für WSRW-Germany

Kopien an:
Prof. Dr, Norman Paech, MdB – Hamburg
Niels Annen, MdB – Hamburg
Ruprecht Polenz, Vorsitzender Auswärtiger Ausschuss
Gunther Krichbaum, Vorsitzender EU Ausschuss
Thilo Hoppe, Vorsitzender Ausschuss: Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Staatsminister im Auswärtigen Amt Gernot Erler


 facebook    digg    reddit    del.icio.us    furl   

Top
News:

28.01 - 2010 / 27.01 - 2010Today in EU: Public debate on new opinion on WS fisheries
04.01 - 2010 / 06.11 - 2009Sign the petition: Stop the EU fisheries in Western Sahara!
27.12 - 2009 / 27.12 - 2009Demonstration against Australian plunder firm
27.12 - 2009 / 27.12 - 2009IPL claims not responsible
10.12 - 2009 / 10.12 - 2009One more Colombian import
16.11 - 2009 / 16.11 - 2009"EU must stop allowing exploitation of Western Sahara"
06.11 - 2009 / 06.11 - 2009Haidar: "EU fisheries in Western Sahara must be stopped"
06.11 - 2009 / 06.11 - 2009International campaign to stop illegal EU fisheries  
04.11 - 2009 / 04.11 - 2009WSRW repeats question to USTDA
30.10 - 2009 / 30.10 - 2009New shipment to New Zealand
28.10 - 2009 / 28.10 - 2009The EU suspends fish agreement with Guinea
23.10 - 2009 / 23.10 - 2009Phasing out phosphate imports
23.10 - 2009 / 23.10 - 2009Abdellah demonstrated against the plundering
22.10 - 2009 / 20.10 - 2009"There is no economic activity in Western Sahara"
19.10 - 2009 / 19.10 - 2009Irish plunderers to merge
14.10 - 2009 / 14.10 - 2009EU ignores the Sahrawis’ wishes – again
14.10 - 2009 / 14.10 - 2009PCS took in another shipment
14.10 - 2009 / 14.10 - 2009WSRW calls for UN plunder observation
10.10 - 2009 / 10.10 - 2009Dependent on Western Sahara
09.10 - 2009 / 09.10 - 2009Norwatch: Rich on Plunder




EN ES FR AR

Morocco occupies the major part of its neighbouring country, Western Sahara. Entering into business deals with Moroccan companies or authorities in the occupied territories gives an impression of political legitimacy to the occupation. It also gives job opportunities to Moroccan settlers and income to the Moroccan government. Western Sahara Resource Watch demands foreign companies leave Western Sahara until a solution to the conflict is found.
Order book on International Law & Western Sahara
18.11 - 2007

tn_book_leite_610.jpg

As far as we know it is the first collective work published in English dealing with the legal aspects of the Western Sahara problem. Order here.

Please register for our English newsletter:




Latest news from Western Sahara
29.01.2010
Fishselewhere: Discussion Legal Opinion WS fisheries postponed
27.01.2010
Fishselewhere: Tomorrow in EU: Public debate on new opinion on WS fi
11.01.2010
Morning Star (UK): The cost of freedom
11.01.2010
Fish Elsewhere (WSRW): 26 Sahrawi NGOs request change of EU fisherie
18.12.2009
DPA: Sahara activist wins her battle to return home - Feature
18.12.2009
DPA: Activist's 'victory' over Morocco puts Sahara back on world age






These web pages have been built with the financial support of the trade union Industry Energy