Brief - 'privilegierte Partnerschaft'
Published: 17.07 - 2008 17:24Printer version    
Betr.: Menschenrechte in der Westsahara


Sehr geehrte Frau,
Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

Sie erhalten diesen Brief von mir, weil ich Sie bitte, bei der Frau Kommissarin für Außenbeziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik zu intervenieren: Die Kommission gedenkt, Marokko eine „privilegierte Partnerschaft“ zu verleihen.

Marokko okkupiert seit 1975 den größten Teil der Westsahara. Sahrauische Bürgerinnen und Bürger, die sich der Besetzung ihres Landes entgegenstellen, werden eingeschüchtert und müssen ein Leben in Angst und Schrecken führen. Es liegen umfassende Erkenntnisse über Folter, Vergewaltigung, unrechtmäßige Inhaftierung und unfaire Prozesse gegen sahrauische Bürgerinnen und Bürger vor. Sie sind umfassend sowohl von Menschenrechtsorganisationen wie der britischen „Western Sahara Campaign“ als auch durch den Bericht des Büros des Hochkommissariats für Menschenrechte der Vereinten Nationen dokumentiert: http://www.arso.org/OHCHRrep2006.htm


Ungeachtet dessen plant die EU ihre Beziehungen zum Königreich Marokko zu vertiefen und sogar den Status einer „privilegierte Partnerschaft“ zu verleihen. Es handelt sich um einen groben Verstoß gegen die eigenen Prinzipien, sollte die EU, die den Menschenrechten höchste Priorität einzuräumen vorgibt, derartige Schritte auch nur erwägen, ohne die ständigen Verstöße gegen die Menschenrechte umfassend zur Kenntnis zu nehmen.

Bitte schreiben Sie der Kommissarin für Außenbeziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik, Frau Benita Ferrerro-Waldner, um sie zu veranlassen, dass die EU ihre grundlegenden Prinzipien über die Einhaltung der Menschenrechte aufrechterhält und umfassende Untersuchungen über die ständigen Verletzungen der Menschenrechte durch die marokkanischen Besatzungsbehörden gegenüber sahrauischen Bürgerinnen und Bürgern einleitet.

Mit freundlichen Grüßen


    


EN ES FR DE AR

Morocco occupies the major part of its neighbouring country, Western Sahara. Entering into business deals with Moroccan companies or authorities in the occupied territories gives an impression of political legitimacy to the occupation. It also gives job opportunities to Moroccan settlers and income to the Moroccan government. Western Sahara Resource Watch demands foreign companies leave Western Sahara until a solution to the conflict is found.
Stand up for the Gdeim Izik 25!

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Help us to protect the natural resources of Western Sahara for the Saharawi people. Support our work by making a donation.
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At COP22, beware of what you read about Morocco’s renewable energy efforts. An increasing part of the projects take place in the occupied territory of Western Sahara and is used for mineral plunder, new WSRW report documents.
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